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Erinnerungsort Olympia-Attentat München '72

Zerbrechende Ringe
Eine positive, ideelle Botschaft, ein Völkerfest im Zeichen der Ringe, wird durch einen Terrorakt ins Gegenteil verkehrt

Der Beitrag von sinai zum konkurrierenden Verfahren setzt einen Kristallisationspunkt im Münchner Olympiapark. Eine auskragende, kreisrunde Stahlkonstruktion wird in fragmentierter Form von pultartigen Brüstungen gefasst. Sie begleiten den Besucher auf seinem Panoramaweg, welcher auf 360° die Tragweite der Geschehnisse verräumlicht; In alle Himmelsrichtungen erstrecken sich Bezüge, die auf die Olympiade, das Attentat, die Berichterstattung oder aber auch auf die Nachwirkungen und weiteren Gedenkorte verweisen.

 

Im Zentrum des Kreises steht das Opfergedenken. Elf einzelne Stelen unter der Krone eines vielstämmigen Park-Baumes ermöglichen einen emotionalen Zugang zur individuellen, persönlichen Erinnerung. In ihrer Zusammenschau betrachtet rücken die Stelen zusammen und es werden Schnittmengen der Sportler untereinander deutlich. Die Erinnerungszeichen werden getragen von einer durchgängigen, landschaftlichen Ebene, die unter und im Innern des Rings verblieben ist.


2014

Konkurrierendes Verfahren

Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt München 2

Christian Fuchs, ON architektur Berlin
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