Mit der feierlichen Eröffnung des Besucherzentrums Sali-Levi-Haus und einer neuen Besuchsregelung entstehen im praktischen und übertragenen Sinn neue Zugänge zum jüdischen Erbe in Mainz.
Das Besucherzentrum informiert über die Geschichte des Friedhofs und die SchUM-Städte Mainz, Speyer und Worms, die im Mittelalter wichtige geistige Zentren des Judentums in Europa waren. Sie sind Teil des UNESCO-Welterbes.
Der bisher nicht zugängliche Friedhof ist nun zu geregelten Öffnungszeiten in Teilbereichen öffentlich betretbar. SINAI gestaltete die Plätze am Besucherzentrum und am neuen Haupteingang, die behutsame Erschließung des denkmalgeschützten Friedhofs sowie die Umfassung des Friedhofs neu.
Über eine Länge von rund 600 Metern umhüllt eine Kombination aus Hecke, Zaun und Sichtfenstern den Friedhof. Die Taktung der Fenster reagiert situativ auf mögliche Blicke und Details auf dem Friedhof selbst.
Die Hochbauten von Holzer Kobler Architekturen entwickeln als „Schutzbauten“ zeichenhafte Dachstrukturen für den Haupteingang und für das Besucherzentrum. Sie markieren damit tatsächliche und erzählerische Zugangsportale zum Ort und seiner Geschichte.
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Fotos:
Carsten Costard
Elke Höllein, Landeshauptstadt Mainz
Sören Kiefer, Götte Landschaftsarchitekten
Lia Pollak, SINAI





