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Platz des 9. November 1989, Berlin

Moment für Moment
Wie erinnert man sich an einen Tag? Die Substanz der Erinnerung ist der Moment.

  • © Klemens Ortmeyer
    © Klemens Ortmeyer
  • © Klemens Ortmeyer
    © Klemens Ortmeyer
  • © Klemens Ortmeyer
    © Klemens Ortmeyer
  • © Klemens Ortmeyer
    © Klemens Ortmeyer

Der Grenzübergang an der Bornholmer Straße gilt als der Ort an dem die Berliner Mauer fiel. An der Bösebrücke entstand ein Erinnerungsraum für den 9. November 1989, ein Erinnerungsraum für einen Tag also.

Die Platzgestaltung nähert sich dem „Moment“ als erinnerbares Motiv. Die Folge der starken Momente dieses Tages prägt den Ort. Den langgestreckten Raum durchziehen auf das Mauerrelikt ausgerichteten Stahlbändern. Sie tragen die Zitate (wie Schabowskis „… unverzüglich, sofort“) Beschreibungen und Uhrzeiten der Augenblicke des 9.November. Die Taktung der Bänder von Ost nach West ist chronografisch.

Von Osten her verdichten sich einzelne, im Herbst blühende Kirschbäume zu einem Hain mit bedrängender Enge. Der Hain endet abrupt an der engsten Stelle des Platzes. 21.20 Uhr - zu diesem Zeitpunkt konnte der erste DDR-Bürger ohne Ausreisepapiere die Brücke queren. Der Raum an der Brückenbastion wird als Ort der geschichtlichen Information mit beweglichen Bildträgern ausgestattet.


2011

Land Berlin, Senatsverwaltung f. Stadtentwicklung,
Abteilung Stadt- und Freiraumplanung, IC3 Berlin

Mehrfachbeauftragung 2009, Gewinner

Freianlagen LPh 2-9

Planung 2009-2010
Bau 2010

0,3 Mio. €

1.350 m²

Fachliche Begleitung: Stiftung Berliner Mauer
Bildergalerie Konzept/Realisierung: Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart e.V.
Gestaltung: gewerk GmbH 6 Co.Kg, Berlin
Objektdesign: Christian Fuchs, ON architektur, Berlin

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