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Erweiterung der Gedenkstätte Berliner Mauer

1. Preis
erkennen, erkunden. Erinnern - Mit einem Gesamtkonzept zur Erinnerung an die Berliner Mauer wurden die Defizite und Potentiale der Erinnerungspolitik benannt und ein dezentra¬les, mehrere Vermittlungsebenen umfassendes Konzept erarbeitet.

Die historischen Spuren an der Bernauer Straße werden mit einem Gewebe aus topografischen Zeichen verknüpft und lesbar gemacht. Neben das schnelle Aufzeigen der dominanten Strukturen tritt eine Einladung zur Erkundung des Terrains. Für alle Ausstellungselemente der entstehenden Gedenklandschaft, wie auch für den Infopavillon,  wird ein bereits eingeführtes Material verwendet: Cortenstahl. Abschnitte mit verschiedenen Themen zeichnen Vergangenes nach.

Der Postenweg bildet die zentrale Wahrnehmungsachse begleitet von medialen Infostationen. Verlorene Baulichkeiten werden als metallische Linientypen in den Rasen eingezeichnet. Punktförmige Bodenplatten dokumentieren Ereignisse am jeweiligen Ort, den die Besucher mit "Feldbüchern" ausfindig machen.

Der Verlauf der Mauer wird nachgezeichnet durch eine vorhangartige Reihung von Rundstäben – gedankliche Fortführung der von Mauerspechten freigelegten Bewehrungseisen.

Die Fenster der Erinnerung gedenken mit bedruckten Glastafeln der Maueropfer.


2007

Offener Realisierungswettbewerb für Hochbau, Freiraum und Ausstellung

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Land Berlin), Bundesregierung für Kultur und Medien, Verein der Berliner Mauer e.V

Mola Winkelmüller Architekten, Berlin
ON architektur, Berlin

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